Naturbasierte Prozessbegleitung

Das Lebensrad bzw. Medizinrad

Medizinräder haben eine lange und Weltweite Tradition. Sie dienen u.A. dazu, die Prozesse des Lebens abzubilden und sie verständlich in einen zeitlichen Rahmen einzuordnen. In meiner Arbeit nutze ich das Medizinrad gern als diagnostisches und therapeutisches Hilfsmittel, da es Dynamiken, Ressourcen und den aktuellen Standort eines Menschen sehr anschaulich darstellt. Themen, Lebenssituationen oder auch Familienmitglieder können darin aufgestellt werden.


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Übergänge gestalten & Rituale im Spiegel der Natur

Bewusst gestaltete Rituale strukturieren Veränderungs-prozesse. Sie helfen, Abschiede, Neubeginne oder Lebensschwellen klarer zu vollziehen und innere Entscheidungen zu verankern. Die Natur kann dabei als  diagnostischer & therapeutischer Resonanzraum genutzt werden.


Arbeit mit inneren Ressourcenbildern

Archetypische Bilder Krafttiere oder Kraftsymbole dienen als (symbolische) Ausdrucksformen innerer Themen und Ressourcen. Sie ermöglichen eine vertiefte Selbstwahrnehmung und unterstützen den therapeutischen Prozess im Sinne von Orientierung und Integration.


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Ziele der Naturbasierten Prozessbegleitung

  • Erkennen von zugrunde liegenden Lebensdynamiken

  • Einordnung von Symptomen in einen größeren Zusammenhang

  • Stärkung innerer Kohärenz

  • Aktivierung von Ressourcen

  • Begleitung von Übergängen

  • Unterstützung naturheilkundlicher Therapiekonzepte

Die naturbasierte Prozessbegleitung ersetzt keine notwendige medizinische Behandlung, kann jedoch eine tiefgreifende Ergänzung im ganzheitlichen Therapieverlauf darstellen.


Wissenschaftliche Einordnung

Einzelne Elemente wie Rhythmusarbeit, Naturaufenthalt oder rituelle Übergangsbegleitung sind in verschiedenen Studien hinsichtlich Stressreduktion, Kohärenzgefühl und psychischer Stabilisierung untersucht worden.

Die traditionellen Konzepte selbst (z. B. Seelenrückholung oder Kraftwesen) sind jedoch nicht Bestandteil evidenzbasierter Schulmedizin. Ihre Wirkung wird vor allem im Rahmen subjektiver Erfahrungsberichte und kulturübergreifender Ritualforschung beschrieben.

Meine Arbeit versteht sich daher als erfahrungsmedizinisch orientierte, bewusstseins- und ressourcenfördernde Begleitung.


Studienhinweise

  • Maxfield, M. (1994). Effects of Rhythmic Drumming on EEG and Subjective Experience.

  • Winkelman, M. (2010). Shamanism: A Biopsychosocial Paradigm of Consciousness and Healing.

  • Porges, S. (Polyvagal Theory – Rhythmus und Regulation des autonomen Nervensystems)

  • Park et al. (2010). The physiological effects of Shinrin-Yoku (Forest Bathing).

  • Bittman et al. (2001). Composite Effects of Group Drumming on Mood and Immune Parameters.

  • Fancourt, D., Perkins, R., Ascenso, S., et al. (2016). Effects of Group Drumming Interventions on Anxiety, Depression, Social Resilience and Inflammatory Immune Response. PLoS ONE.

  • Kuo, M. (2015). How Might Contact with Nature Promote Human Health? Promising Mechanisms and a Possible Central Pathway. Frontiers in Psychology.

  • Bratman, G. N., et al. (2015). Nature Experience Reduces Rumination and Subgenual Prefrontal Cortex Activation. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

  • Ulrich, R. S., et al. (1991). Stress Recovery During Exposure to Natural and Urban Environments. Journal of Environmental Psychology.

  • Koelsch, S. (2014). Brain Correlates of Music-Evoked Emotions. Nature Reviews Neuroscience.

  • Thaut, M. H. (1997). Rhythmic Auditory Stimulation in Rehabilitation of Movement Disorders. Journal of the Neurological Sciences.

  • Bernardi, L., Porta, C., Sleight, P. (2006). Cardiovascular, Cerebrovascular, and Respiratory Changes Induced by Different Types of Music. Circulation.

  • Gingras, B., Pohler, G., Fitch, W. T. (2014). Exploring Shamanic Trance: Repetitive Drumming and Subjective Experience. PLoS ONE.

  • Ascenso, S., Perkins, R., Atkins, L., et al. (2018). Group Drumming Improves Social Resilience and Well-Being in Mental Health Service Users. PLoS ONE.

  • Perkins, R., Ascenso, S., Atkins, L., et al. (2016). Making Music for Mental Health: How Group Drumming Mediates Recovery. PLoS ONE.


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