Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist eine bewährte Methode, bei der gezielt definierte Punkte an der Ohrmuschel stimuliert werden. Über ein Reflexzonensystem steht das äußere Ohr in Verbindung mit verschiedenen Organ- und Körpersystemen und kann regulierende Prozesse im gesamten Organismus unterstützen. Ergänzend lässt sich diese Wirkung auch neurophysiologisch erklären: Die Ohrmuschel wird von mehreren Nerven versorgt, darunter der Nervus vagus, der Nervus trigeminus sowie Anteile des Nervus facialis und zervikaler Hautnerven. Diese Nerven leiten Reize in zentrale Bereiche des Gehirns, insbesondere in den Hirnstamm, wo vegetative, sensorische und schmerzverarbeitende Prozesse beeinflusst werden. Durch die gezielte Stimulation bestimmter Areale können so sowohl das vegetative Nervensystem als auch körpereigene Regulationsmechanismen angesprochen werden. Dies kann sich beispielsweise auf Entspannung, Schmerzempfinden und funktionelle Abläufe im Körper auswirken.

Die Behandlung erfolgt mit sehr feinen Nadeln oder durch Akupressur. Die Nadeln werden nur wenige Millimeter tief gesetzt und verbleiben in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten im Ohr.

Ich setze die Ohrakupunktur begleitend bei akuten und chronischen Beschwerden ein, unter anderem bei Schmerzen und Verspannungen des Bewegungsapparates, Kopf­schmerzen und Migräne, Schlafstörungen, innerer Unruhe sowie funktionellen Störungen des vegetativen Nervensystems. Bewährt hat sie sich außerdem zur Unterstützung bei Stress und emotionalen Belastungen, hormonellen Veränderungen, Verdauungsbeschwerden, Atemwegsbeschwerden, Allergien sowie im Rahmen der Raucherentwöhnung.