Medizinräder finden sich in vielen Kulturkreisen – unter anderem in nordamerikanischen, zentralasiatischen und europäischen Traditionen.
Mein Lebensrad orientiert sich an europäischen, insbesondere keltischen Vorstellungen zyklischer Entwicklung und wurde auf Grundlage meiner langjährigen Praxis erweitert.
Es dient dazu, die Prozesse des Lebens abzubilden, sie verständlich in einen zeitlichen Rahmen einzuordnen und sowohl sich selbst als auch andere Menschen und die Natur besser zu verstehen.
Der heilige Kreis steht für das Leben an sich und für den zyklischen Charakter aller Prozesse. Die Farben des Medizinrades symbolisieren die vier Himmelsrichtungen mit ihren jeweiligen Qualitäten, Energien und komplexeren Einzelheiten.
Für einen kurzen Einblick: Der Osten steht für Neubeginn, Kindheit und das Entstehen von Bewusstsein. Der Süden repräsentiert Tatkraft, Lebendigkeit und Beziehung – er unterstützt uns im Ausdruck nach außen, im Handeln und im Umgang mit anderen Menschen. Der Westen steht für Reife, Rückzug, Innenschau und emotionale Verarbeitung, etwa im Zusammenhang mit Abschied oder Trauer. Der Norden symbolisiert schließlich Weisheit, Integration, den Tod als Übergang sowie die feinstoffliche, geistige Ebene.
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Alles Leben unterliegt zyklischen Abläufen. Diese Zyklen werden im Medizinrad sichtbar, weshalb es auch als „Rad des Lebens“ bezeichnet wird. Es hilft dabei, Zusammenhänge zu erkennen, Entwicklungsprozesse einzuordnen und den eigenen Platz im natürlichen Kreislauf bewusster wahrzunehmen.
In meiner Arbeit nutze ich das Medizinrad gern als diagnostisches und therapeutisches Hilfsmittel, da es Dynamiken, Ressourcen und den aktuellen Standort eines Menschen sehr anschaulich darstellt. Themen, Lebenssituationen oder auch Familienmitglieder können darin aufgestellt werden. So lassen sich blockierende Muster erkennen und unterstützende Impulse finden, um wieder in ein inneres Gleichgewicht zu gelangen.


