Färben mit Pflanzen


Pflanzliche Farben entwickeln sich weiter, selbst nach dem Trocknen.

Pflanzenfärben ist ein achtsamer, handwerklicher Prozess. Es beginnt mit dem Sammeln der Färbepflanzen – Blätter, Blüten, Rinden oder Wurzeln. Je nach Farbwunsch können auch Pflanzenteile aus anderen Ländern verwendet werden: z.B. Indigo, Krapp, Gelbwurz ect.

Die pflanzlichen Farbstoffe werden durch Kochen oder Ausziehen in Wasser gelöst – oft über dem Feuer oder am Herd. Die Textilien, aus Naturfasern wie Wolle, Baumwolle, Hanf oder Leinen, werden zuvor mit natürlichen Beizen wie zum Beispiel Alaun, Tara oder Sojamilch vorbehandelt, um die Farbe besser aufzunehmen und haltbarer zu machen.

Je nach Pflanze, Material und gewünschtem Farbton erhitze ich die Fasern im Farbsud. Die Farben verändern sich mit Zeit, Temperatur und Wasserqualität. Einige Töne lassen sich durch ein Nachbehandeln – z. B. mit Eisenwasser – noch vertiefen oder verändern.

Nach dem Färben werden die Stoffe gründlich ausgespült und getrocknet.